Niedersachsen, 09. Februar 2026 – Die V-Partei³ begrüßt die Pläne der niedersächsischen Landesregierung zur Abschaffung der sogenannten Anbindehaltung von Rindern. Diese Haltungsform, bei der Tiere über Jahre hinweg an ihrem Platz fixiert werden, ist aus tierschutzrechtlicher und ethischer Sicht nicht vertretbar.
Gleichzeitig macht die V-Partei³ deutlich: Die Abschaffung der Anbindehaltung kann nur ein erster Schritt sein – sie beendet die systematische Ausbeutung von Tieren nicht.
„Ob angebunden oder in modernen Ställen gehalten: Solange Tiere als Eigentum betrachtet, für wirtschaftliche Zwecke genutzt, verkauft und getötet werden, bleibt das grundlegende Unrecht bestehen“, so Roland Wegner Bundesvorsitzender der V-Partei³.
Niedersachsen: Ein Zentrum industrieller Tierhaltung
Niedersachsen gehört zu den größten Standorten der Tierindustrie in Deutschland. Rund 2,2 Millionen Rinder werden im Bundesland gehalten, verteilt auf etwa 18.000 Betriebe. Noch immer leben rund 170.000 Tiere in Anbindehaltung, auf mehr als 1.000 Höfen.
Die geplante Abschaffung erfolgt nicht aus freiwilliger Einsicht, sondern vor allem aufgrund juristischen Drucks und wachsender Kritik an der Vereinbarkeit dieser Praxis mit dem Tierschutzgesetz.
„Dass solche Haltungsformen jahrzehntelang toleriert wurden, zeigt, wie sehr wirtschaftliche Interessen über ethische Verantwortung gestellt wurden“, so Wegner.
Reformen reichen nicht aus
Die V-Partei³ warnt davor, die geplante Abschaffung der Anbindehaltung als ausreichenden Fortschritt zu feiern.
„Reformen, die lediglich die schlimmsten Auswüchse korrigieren, verwalten ein ungerechtes System, statt es zu beenden“, betont die Partei. „Tierausbeutung lässt sich nicht humanisieren. Sie muss überwunden werden.“
Auch ohne Ketten bleiben Tiere in der industriellen Landwirtschaft rechtlos, fremdbestimmt und ökonomisch verwertbar. Ihre Interessen werden systematisch den Marktlogiken untergeordnet.
Forderung: Systemwechsel statt Kosmetik
Die V-Partei³ fordert eine grundlegende Neuausrichtung der Agrar- und Ernährungspolitik:
• Anerkennung von Tieren als fühlende Individuen mit eigenen Interessen
• Abkehr von der Nutzung von Tieren als Produktionsmittel
• Förderung pflanzlicher Ernährungssysteme
• Langfristiger Ausstieg aus der industriellen Tierhaltung
„Tiere sind keine Produkte, keine Rohstoffe und keine Ware. Eine Politik, die diesen Grundsatz ernst nimmt, darf sich nicht mit halben Lösungen zufriedengeben“, so die Partei.
Für echte Tierethik in der Politik
„Eine Gesellschaft, die Ausbeutung von Tieren akzeptiert, akzeptiert auch strukturelle Gewalt. Wir setzen uns für einen echten Systemwechsel ein – für eine Politik, die endlich Verantwortung übernimmt.“
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