Wir freuen uns heute euch hier Andrea Sokol vorstellen zu können. Sie ist seit Mai 2025 Mitglied in der V-Partei und das soll sich nicht nur auf die Papiermitgliedschaft beschränken, sondern sie möchte aktiv werden und uns bei unserer Arbeit unterstützen. Andrea Sokol, ist Medizinjournalistin, Autorin, Moderatorin und Beraterin mit eigenem Youtube Kanal, Ohlala & Solala. Sie wohnt in München und lebt seit 15 Jahren vegan. 

V-Partei³: Hallo Andrea, schön, dass du jetzt dabei bist! Warum dürfen wir dich hier begrüßen?

Andrea Sokol unterstützt die V-Partei³

Andrea Sokol:Ich finde, es ist höchste Zeit, klare Haltung zu zeigen und sich für das einzusetzen, was einem wirklich wichtig ist. Die Werte und Inhalte der V-Partei³ sprechen mir schon lange aus dem Herzen – jetzt wollte ich nicht länger nur zusehen, sondern auch aktiv mitwirken. Für mich braucht es dringend mehr Menschen, die sich für echte Veränderung stark machen: im Denken, im Handeln, im Umgang mit Tieren, Umwelt und unseren Mitmenschen. Was mich besonders begeistert hat, ist Euer Mut, unbequeme Themen offen anzusprechen – auch wenn sie nicht immer auf Applaus stoßen. Genau solche Stimmen brauchen wir mehr denn je. Und deswegen bin ich jetzt hier – mit ganzem Herzen.“

V-Partei³: Wenn man sich deinen Lebenslauf anschaut, merkt man schnell: Veränderung und Vielseitigkeit gehören bei dir einfach dazu. Was begeistert dich daran besonders?

Andrea Sokol: „Ganz ehrlich? Ich finde, das Leben ist einfach dynamisch – es verändert sich ständig, jeden Tag, jede Stunde. Und ich glaube, wir sind gut beraten, nicht krampfhaft am Alten festzuhalten, sondern offen zu bleiben und uns immer wieder neu auf Situationen und Gegebenheiten einzustellen. Für mich bedeutet Vielseitigkeit Freiheit: die Freiheit, neue Perspektiven einzunehmen, dazuzulernen, mich weiterzuentwickeln und das, was ich erlebt und erfahren habe, auch weiterzugeben. Veränderung ist für mich nichts Bedrohliches, sondern eher wie ein frischer Wind, der mal durchs offene Fenster pustet. Der macht den Kopf frei, bringt neue Ideen mit und zeigt uns Wege, die wir vorher vielleicht gar nicht gesehen haben. Ob als Moderatorin, Gastronomin oder Autorin – ich habe überall erlebt: Stillstand ist keine Option. Das Leben darf lebendig bleiben, neugierig, offen und in Bewegung.“

V-Partei³: Auf deinem erfolgreichen YouTube-Kanal Ohlala & Solala geht’s um Gesundheit, Lifestyle, Umwelt, Kochen und Beauty. Nach welchen Kriterien wählst du deine Themen aus?

Andrea Sokol:Bei mir geht’s immer um das große Ganze. Meine Themen müssen für mich auf mehreren Ebenen Sinn machen: Sie sollen gut sein für unsere Gesundheit, für die Tiere, für die Umwelt – und sie sollen Freude machen. Ich möchte zeigen, dass ein genussvolles, modernes Leben wunderbar mit Achtsamkeit und Respekt vereinbar ist. Vegane Ernährung, tierversuchsfreie Kosmetik, biologische Lebensmittel, Umweltschutz – das gehört für mich alles zusammen wie ein gutes Rezept: ausgewogen, lecker, voller guter Zutaten. Mir geht’s nie ums Verbieten oder Verzicht, sondern ums bewusste Hinsehen. Ich bin überzeugt: Veränderung darf leichtfüßig sein, darf Spaß machen, darf inspirieren – mit Freude, mit Stil und immer mit einer großen Portion Herz & Humor.“

V-Partei³: In deinen Sachbüchern beschäftigst du dich auch intensiv mit Ernährung. Welche Tipps hast du für Menschen, die sich für eine pflanzlich-vollwertige Lebensweise interessieren, aber noch am Anfang stehen?

Andrea Sokol auf dem aktuellen Cover vom Weltveganmagazin

Andrea Sokol:Erstmal ganz entspannt: Nimm den Druck raus. Pflanzlich-vollwertig zu essen ist nichts Neues, sondern eigentlich uralt. Bis vor 60, 80 Jahren war das völlig normal. Fleisch gab’s mal am Sonntag, Fisch vielleicht einmal im Monat – der Rest kam frisch aus dem Garten oder vom Feld. Heute gibt’s natürlich ein paar Dinge, die wir extra beachten dürfen: Umweltgifte? Nein, danke. Deshalb lieber Bio – bei Obst, Gemüse, Getränken. Und bei der Zubereitung gern etwas smarter denken: Schonend dünsten, dämpfen, fermentieren statt totkochen. So bleiben die guten Nährstoffe, die Farben und der Geschmack da, wo sie hingehören. Und das Schönste: Wer pflanzlich-vollwertig isst, merkt sehr schnell, wie gut das tut. Mehr Energie, bessere Verdauung, leichteres Körpergefühl. Einfach ausprobieren, machen – der Rest kommt von allein. Aber dafür braucht es auch politische Rahmenbedingungen! Ich plädiere schon lange dafür, dass Bio-Lebensmittel für alle Menschen leistbar und selbstverständlich verfügbar sein müssen. Dafür muss sich die Agrarpolitik ändern – Böden müssen regenerieren, Anbau muss nachhaltig sein. Gesunde Ernährung darf kein Luxus sein. Punkt.“

V-Partei³: Als Influencerin hast du auf YouTube mit Ohlala & Solala eine große Reichweite. Wie gehst du mit dem Feedback um?

Andrea Sokol: „Ich liebe das Feedback meiner Community! Ich habe wirklich das große Glück, dass sich bei Ohlala & Solala eine unglaublich wertschätzende, herzliche und kluge Gemeinschaft gefunden hat. Da wird sich gegenseitig geholfen, Erfahrungen ausgetauscht, motiviert und unterstützt. Das kann man übrigens jederzeit nachlesen – bei mir in den Kommentaren herrscht richtig schöner, lebendiger Austausch. Das Schönste für mich ist, wenn Menschen mir schreiben: „Dank dir hab ich angefangen, mehr auf mich zu achten, mich gesünder zu ernähren oder ein anderes Bewusstsein für meinen Körper zu entwickeln. Genau dafür mach ich das. Das ist mein Antrieb, meine Motivation und der Grund, warum ich jeden Tag mit Freude weitermache. Schwierige Situationen? Hatte ich bislang kaum. Aber mein Tipp an alle, die sich manchmal mit unschönen Kommentaren herumschlagen: Wer nicht fachlich oder thematisch etwas Sinnvolles beiträgt, den darf man getrost ignorieren. Social Media darf Freude machen – und das entscheidet man auch selbst mit.“

V-Partei³: Glaubst du, dass Medien eine besondere Rolle dabei spielen können, gesellschaftliche Veränderungen in Richtung mehr Nachhaltigkeit und Veganismus zu bewirken?

Andrea Sokol:Ja, absolut! Medien haben da eine riesige Verantwortung – und eine große Chance. Aber viele trauen sich bis heute nicht so recht, sich klarer zu positionieren. Warum? Einschaltquoten, Werbekunden, alte Gewohnheiten. Deshalb laufen auch heute noch viele dieser klassischen Koch- und Backsendungen – Jamie Oliver & Co. – in Wiederholungen von vor acht oder zehn Jahren. Das spiegelt längst nicht mehr den aktuellen Stand wider, aber für die Zuschauer sieht es natürlich so aus, als wäre das alles noch ganz normal. Auch ich bin ja früher – nachdem ich selbst schon eigene Koch- und Backsendungen im Fernsehen hatte – später immer wieder als Gastronomin eingeladen worden. Und auch damals wollte ich schon vegan backen! Aber die Antwort der Redaktionen war immer dieselbe: „Nein, nein, das brauchen wir nicht, unsere Zuschauer möchten das nicht.“ Und so wird tatsächlich bis heute, oder sagen wir mal bis vor zwei
Jahren, immer noch diese alte Backsendung von mir wiederholt, in der ich noch mit Eiern gebacken habe. So lange zieht sich das. Und ja, es ist natürlich in so einer Fernsehküche der leichtere Weg, mal eben Butter, Ei und Weizenmehl zu nehmen – das klappt immer. Pflanzlich und vollwertig braucht ein bisschen mehr Wissen, mehr Erfahrung, und genau da fehlt’s in vielen Redaktionen leider noch. Aber auch hier wird sich etwas verändern müssen. Wir brauchen frische, moderne Formate, die zeigen, wie Genuss, Nachhaltigkeit und Gesundheit heute zusammengehören. Und das darf gern auch ein bisschen mutiger erzählt werden.“

V-Partei³: Was bedeutet für dich persönlich der Schutz von Tieren und die Förderung einer veganen Lebensweise?

Andrea Sokol:Für mich geht es hier nicht um etwas Romantisches, sondern um eine klare Haltung zum Leben selbst. Wenn wir uns wirklich mal bewusst machen, was für ein Wunder dieser Planet ist – dass hier Leben entstehen kann, dass Bäume wachsen, dass ein Kalb geboren wird, dass wir atmen, denken, fühlen dürfen –, dann kann es doch nur logisch sein, allem Leben mit Respekt zu begegnen. Tieren, Pflanzen, Menschen. Wir sollten uns wieder bewusst machen, dass wir Gäste auf dieser Erde sind. Es geht nicht darum, auszubeuten, sondern darum, Verantwortung zu übernehmen – für uns, für die Tiere, für unsere Umwelt und letztlich auch für unsere Gesundheit. Eine pflanzlich-vollwertige Ernährung ist ein aktiver Beitrag zum Schutz von Ressourcen, zum Klima- und Tierschutz und zur Prävention vieler Erkrankungen. Wie es passieren konnte, dass aus der Haltung von Tieren eine Massentierhaltung voller Leid und Ausbeutung geworden ist, bleibt mir ein Rätsel. Aber für mich ist klar: Wir müssen da raus. Es gibt keinen anderen Weg, als die Tierausbeutung zu beenden. Schweine, Rinder, Puten, Hühner – das sind fühlende Lebewesen. Es geht darum, ein neues Bewusstsein für das große Ganze und in der Konsequenz für die biovegane Landwirtschaft zu entwickeln.“

V-Partei³: Wie siehst du die Rolle der Politik bei der Förderung veganer und nachhaltiger Lebensweisen? Welche Maßnahmen würdest du dir wünschen, um den Wandel zu beschleunigen?

Andrea Sokol: „Die Politik spielt eine Schlüsselrolle. Punkt. Ohne politische Weichenstellungen wird sich der Wandel viel zu langsam vollziehen. Es reicht nicht, wenn immer nur der Einzelne gefragt wird, sein Verhalten zu ändern – wir brauchen endlich Rahmenbedingungen, die eine pflanzlich-vollwertige und nachhaltige Lebensweise für alle Menschen zugänglich und leistbar machen. Bio-Lebensmittel, regionale Produkte, ökologische Landwirtschaft: Das darf kein Luxus für einige wenige bleiben. Es braucht Förderprogramme für Bauern, die auf bio und pflanzlich umstellen wollen, für Schulen, Kitas, Krankenhäuser, die pflanzenbasierte Ernährung anbieten möchten – und für all jene, die gesund, fair und nachhaltig wirtschaften wollen. Die Subventionen gehören neu gedacht. Es kann nicht sein, dass Massentierhaltung und Billigfleisch weiter gefördert werden, während Landwirte, die ökologisch arbeiten, mit den höheren Kosten allein dastehen. Und wir brauchen Aufklärung – nicht von oben herab, sondern ehrlich, verständlich, lösungsorientiert. Bildung ist ein Schlüssel. Wenn Menschen verstehen, was Ernährung mit Gesundheit, Umwelt, Klima und Tierwohl zu tun hat, dann wird Veränderung viel einfacher. Mein Wunsch? Mehr Mut in der Politik. Weniger Ausreden, mehr klare Entscheidungen für Mensch, Tier und Umwelt.“

V-Partei³: Als bekannte Persönlichkeit kannst du Vorbild sein. Welche Botschaft möchtest du vor allem jungen Menschen vermitteln, die sich für eine vegane und nachhaltige Zukunft engagieren möchten?

Andrea Sokol:Meine Werte richten sich nicht nur an junge Menschen, sondern wirklich an alle Altersklassen. Natürlich merke ich: Die Jüngeren sind oft offener für Veränderung, mutiger, neugieriger. Aber gerade deshalb freut es mich umso mehr, dass ich auch für viele Menschen meiner Generation eine Inspiration und Motivation bin. Das bekomme ich immer wieder in Nachrichten oder persönlichen Gesprächen gespiegelt – und das macht mich natürlich auch ein bisschen stolz. Generell möchte ich vermitteln: Habt den Mut, euren eigenen Weg zu gehen. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern Schritt für Schritt bewusster, achtsamer, respektvoller mit euch selbst, den Tieren und der Umwelt umzugehen. Jeder kann etwas bewegen – egal wie alt man ist, egal wo man steht. Hinterfragt, bleibt neugierig, bildet euch eure eigene Meinung. Lasst euch nicht von alten Mustern oder vermeintlichen „Normalitäten“ aufhalten. Die Zukunft wird von denen gestaltet, die sich heute trauen, neue Wege zu gehen. Und das Schönste ist: Ihr seid nicht allein. Es gibt so viele Menschen da draußen, die genau diesen Weg gehen oder anfangen. Vernetzt euch, tauscht euch aus, unterstützt euch. Gemeinsam macht es einfach mehr Freude.“

V-Partei³: Abschließend: Was motiviert dich persönlich, dich aktiv für eine bessere Welt einzusetzen, und welche Rolle spielt dabei nun auch deine Mitgliedschaft in der V-Partei³?

Andrea Sokol: „Mich motiviert das Leben selbst! Ich freue mich jeden Tag darüber, frei leben zu dürfen und das wertzuschätzen. Deshalb möchte ich Verantwortung übernehmen – für mich, für die Tiere, für die Umwelt und für alle, die keine Stimme haben. Wir dürfen nicht vergessen: Viele gesellschaftliche Strukturen sind ungerecht. Für soziale Gerechtigkeit ist die Politik verantwortlich. Politiker werden von uns gewählt, von uns finanziert. Sie tragen Verantwortung – nicht nur für den Moment, sondern für die Zukunft. Nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“ ist Solala so kann es nicht weitergehen. Meine Motivation bleibt dabei positiv: Veränderung darf leicht sein, mit Freude, Genuss und einem guten Bewusstsein.

Und ja, meine Mitgliedschaft in der V-Partei³ passt genau zu meinen Werten: Tierschutz, Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und eine Zukunft, in der wir respektvoll miteinander umgehen das ist Ohlala, so einfach ist das.“

 

Hier gehts zum aktuellen Heft des Weltveganmagazins mit Andrea Sokol auf dem Cover und mit einem weiteren ausführlichen Portrait.


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