Das Klima ist einer der wichtigsten Punkte der V-Partei³ und hat vielfältige Ursachen. Der allergrößte Verursacher klimaschädlicher Gase in Deutschland ist, laut Umweltbundesamt, die Energiewirtschaft mit ihrer stationären und mobilen Verbrennung (84,9%). Hier setzen wir uns dafür ein, dass umweltbelastende Kohlekraftwerke und die Anbauflächen verknappenden Biogasanlagen nicht weiter gefördert und schrittweise auf ein Minimum reduziert werden.

Energiegewinnung mit Weitblick besteuern

Wir sehen  es als unerlässlich an, alle Maßnahmen zur Energiegewinnung über den gesamten Lebenszyklus inkl. aller Folgekosten zu betrachten und auch nach sozialen und ökologischen Kriterien zu beurteilen. Wir streben eine europa- und weltweite Energiewende an, da geographische Voraussetzungen zur regenerativen Energiegewinnung berücksichtigt werden müssen. (Stichwort Solarenergie in Südeuropa/Afrika)
Maßnahmen wie eine konsequente CO²-Steuer und die Verteuerung von CO²-Zertifikaten ermöglichen es, sogenannte Umwelt- und Zukunftskosten mit einzubeziehen. Nachhaltige Energieträger werden dadurch wirtschaftlich, fossile Energieträger unwirtschaftlich. Die derzeitigen Geschehnisse im Hambacher Forst, wo eine Abholzung gegen die Mehrheitsmeinung und trotz beschlossenem Ausstieg aus dem Braunkohleabbau, von unserer Polizei durchgesetzt werden muss, sind ein Anachronismus unserer Zeit und wird bei nachfolgenden Generationen auf völliges Unverständnis stoßen.

Welchen Einfluss haben Ernährung und Landwirtschaft?

An zweiter Stelle der deutschen Treibhausemissionen steht als Verursacher, VOR der Industrie, die Landwirtschaft mit ihrer industriellen Tierhaltung, sowie mineralischen Stickstoffdüngern (7,2%). Das Umweltbundesamt sieht “erhebliche Potentiale im Düngemanagement und in der Pflanzen- und Tierproduktion”.
Dabei ist noch völlig unberücksichtigt, dass das flächenmäßig vergleichsweise kleine Deutschland als drittgrößter Fleischexporteur der Welt (der billigste Schweinefleischlieferant der Erde überhaupt!) das für die Fütterung der sogenannten Nutztiere erforderliche Kraftfutter auf eigenen Flächen nicht in ausreichendem Maße herstellen kann. Da hierzulande z.B.kaum  Soja  angebaut wird, führt man überwiegend gentechnisch verändertes und herbizidbehandeltes Soja aus Südamerika (derzeit 4.500.000 (viereinhalb Millionen) Tonnen/Jahr ein. Dafür werden dort einmalige Lebensräume unwiederbringlich zerstört und durch Gewinnung von Anbauflächen für andere Pflanzen der Regenwald, die Lunge unseres Planeten, im Akkordtempo abgeholzt. Die Hauptverantwortung dafür liegt im inzwischen exorbitanten Fleischkonsum und -export, in Deutschland wurden 2017  745 Millionen Tiere (ohne Fische) geschlachtet, davon 3,5 Mio. Rinder.
Die Agrarindustrie trägt zu Hunger, Mangel- und Fehlernährung von ca. 2 Milliarden Menschen bei, indem 70% der Agrarflächen weltweit für den Anbau von Tierfutter verwendet werden.


Die V-Partei³ steht daher für eine Agraragenda 2030, das bedeutet eine schrittweise Abschaffung der Subventionen für Nutztierhaltung, Fleischexport und konventionellen Landbau. Stattdessen die Förderung einer bio-veganen bäuerlichen Landwirtschaft, eine steuerliche Begünstigung von bio-veganen Produkten, bei höherer Besteuerung tierischer Produkte. Um diese Ziele so schnell wie möglich in die aktuelle Politik einbringen zu können, haben wir engagierten Bürger am 30.4.2016 die “hellgrüne” V-Partei³ gegründet und mit großem Engagement die großen Hürden für die Zulassung zur bayerischen Landtagswahl geschafft. Wir mussten dafür über 8300 Unterstützerunterschriften mit kompletten Meldedaten beglaubigen lassen, deren Unterzeichner aus dem jeweiligen Regierungsbezirk stammen mussten. Jetzt stehen wir nicht nur in allen sieben bayerischen Regierungsbezirken auf dem Wahlzettel, sondern in Schwaben sogar flächendeckend mit Direktkandidaten in jedem Stimmkreis. Weil wir so jung und neu sind erhalten wir keinerlei Parteienfinanzierung, sondern bestreiten alle Plakate, Flyer und Öffentlichkeitsarbeit aus eigenen privaten Mitteln. Aber wie heißt es so schön?
Auf Veränderung zu hoffen ohne selbst etwas zu tun, ist wie am Bahnhof auf ein Schiff zu warten!