V-Partei³ fordert die politische und gesellschaftliche Veränderung

Roland Wegner und Jennifer Nielsen bilden Doppelspitze

Bild: V-Partei³

Der neu gewählte Bundesvorstand

In einem lebhaften, zweitägigen Bundesparteitag debattierten am vergangenen Wochenende in Bayreuth circa 150 hochmotivierte Delegierte der jungen V-Partei³, der Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer. Neben Satzungs- und Programmänderungen wurde turnusgemäß auch der Bundesvorstand neu gewählt.

In seiner Grundsatzrede zeigte Parteigründer und Bundesvorsitzender Roland Wegner die zwingende Notwendigkeit einer Postwachstumsökonomie auf, um den aus dem Neoliberalismus heraus entstandenen Problemen zu begegnen. „Wir müssen weniger produzieren und weniger konsumieren“, brachte er es auf den Punkt und forderte dabei gleichzeitig die Einführung eines bundesweit kostenlosen ÖPNV, den er mitunter über eine Börsentransaktionssteuer für finanzierbar hält. „Wesentliche Aufgabe der deutschen und europäischen Politik muss es zudem sein, die Landwirtschaft auf bio-vegan umzustellen“, forderte er anlässlich der Übernahme von Monsanto durch Bayer die Einsicht, dass der Ausbau der Agrarindustrie über Agrargifte und verändertes Saatgut die Fruchtbarkeit der Böden negativ beeinflussen wird.

Ein von ihm unterstützter Antrag zur Satzungsänderung brachte die Doppelspitze auf den Weg, was sodann zu einer spannenden Wahl führte. Aus vier Bewerber*innen setzte sich Roland Wegner (42) im ersten Wahlgang durch. Zur gleichberechtigten Bundesvorsitzenden wählten die Delegierten im Anschluss die 24-jährigen Jennifer Nielsen, die bereits im Hamburg als Landesvorsitzende ihr politisches Talent beweisen konnte. Zu den Stellvertretern wurden Heike Rudolf (Augsburg, 41), Roy Heydrich (Nersingen, 36) und Michael Kneifel (Köln, 50) gewählt. Neue Generalsekretärin ist Christine Rustler (München, 41). Als Geschäftsführer bestätigt wurde Konrad Harle (Augsburg, 60). Neu im Amt sind Patricia French (München, 46) als Bundesschatzmeisterin und Eva-Marie Springer (Höchstädt, 61) als Bundespressesprecherin. Insgesamt umfasst der neue Bundesvorstand 22 Mitglieder.

Namensdiskussion und Programmerweiterung

Die bereits gelebte gewaltfreie Kommunikation innerhalb und außerhalb der Partei wurde explizit ins Programm mit aufgenommen, wie auch der Anspruch an Funktionsträger, den Weg zu einem Menschen, Mitgeschöpfe, Umwelt und Klima schonenden, nachhaltigen Leben bereits zu gehen und so als Vorbilder für das anspruchsvolle Parteiprogramm zu fungieren. Ein vom Landesverband NRW eingebrachter Antrag auf Änderung des Namenszusatzes wurde nach reger Aussprache mit überwältigender Mehrheit abgelehnt, da sich die V-Partei³ als politische Vertretung der stetig wachsenden 10 Millionen Vegetarier und derzeit rund 1,3 Millionen Veganer in Deutschland sieht und dies daher auch im Namen ersichtlich sein muss.

Landtagswahlen in Hessen und Bayern im Fokus

Der scheidende Bundesschatzmeister Matthias Frederking berichtete über einen finanziellen Überschuss aus dem vergangenen Jahr. „Die gute Kassenlage hegt Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden für die anstehenden Landtagswahlen in Hessen und Bayern in diesem Jahr“, motivierte die neue Bundesgeneralsekretärin Christine Rustler die anwesenden Mitglieder. Vorher müssen allerdings insgesamt rund 10.000 Unterstützerunterschriften beigebracht werden, um die formalen Erfordernisse zu erfüllen.

Weitere Informationen zum Wahlprogramm auf www.v-partei.de